Folgender Artikel wurde am 12. März 2021 in der NOZ veröffentlicht.

Bild: NOZ, dpa/Maurizio Gambarini

Unterstützung von Politik gefordert

Alarmierende Zahlen: Viel mehr Frauen in der Region Osnabrück von Gewalt bedroht

von Jana Derksen

Osnabrück. Die Zahlen der Frauenberatungsstelle sind beunruhigend: Die Corona-Pandemie hat die Lebenssituation von vielen Frauen erheblich verschlimmert. Deutlich mehr Frauen erleben Misshandlungen, Traumata, häusliche und psychische Gewalt. Die Beraterinnen schlagen Alarm und fordern von der Politik schnelles Handeln.

Rund 1,5 Frauen pro Woche fürchten in der Region Osnabrück um ihr Leben und sind von schwerster körperlicher Gewalt bedroht, berichtet die Frauenberatungsstelle Osnabrück. „Die Lage hat sich in der Corona-Pandemie zugespitzt. Situationen eskalieren schnell“, sagt Mitarbeiterin Simone Simon. Die Corona- Einschränkungen verstärkten die Isolation zu Hause, es gebe mehr finanzielle Nöte, Existenzsorgen und steigende Aggression. 86 Hochrisikofälle 86-mal waren Frauen aus Stadt und Landkreis Osnabrück 2020 in Lebensgefahr und suchten Hilfe bei der Frauenberatungsstelle. Wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet, spricht man von einem Femizid. Zum Vergleich: 2019 waren es noch 52 Hochrisikofälle, 2015 “nur” 14. Die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen. Lesen Sie auch: Wenn Männer Frauen töten >>

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Original Artikel: http://www.noz.de/artikel/2254216
Veröffentlicht am: 12.03.2021 um 08:00 Uhr

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